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Lamborghini sieht chinesische Supersportwagen noch nicht als ernsthafte Bedrohung

Autor auto.pub | Veröffentlicht am: 26.08.2026

Lamborghini-CEO Stephan Winkelmann sieht die neue Generation chinesischer elektrischer Supersportwagen derzeit nicht als direkte Konkurrenzbedrohung. Selbst wenn Modelle von Denza und Yangwang die Italiener bei bestimmten Leistungswerten schlagen können, liegen Lamborghinis eigentliche Stärken nach Ansicht des Unternehmens in Eigenschaften, die sich nicht allein in Kilowatt messen lassen: Charakter des Antriebsstrangs, Klang und das gesamte Fahrerlebnis.

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Chinesische Elektrofahrzeuge treiben den Leistungsmaßstab in ungeahnte Höhen

Das Thema kam auf, als Auto Express beim Goodwood Festival of Speed 2026 mit Winkelmann sprach. Denza war dort mit seinem elektrischen Supersportwagen Z vertreten, dem eine Leistung von 1.583 bhp beziehungsweise rund 1.180 kW zugeschrieben wird. Das Unternehmen strebt eine Zeit von unter zwei Sekunden für 0-100 km/h sowie eine Höchstgeschwindigkeit von rund 350 km/h an.

Das sind Werte, die selbst Lamborghinis jüngste Serienfahrzeuge in einem direkten Vergleich nicht unbedingt erreichen. Winkelmann hält jedoch nicht allein die Leistung für entscheidend. Seiner Ansicht nach hebt sich Lamborghini durch das Gesamtpaket der Fahrleistungen, den Klang des Antriebsstrangs und die Emotionen ab, die das Fahrzeug seinem Fahrer vermittelt.

Der Lamborghini-Chef sagte, er könne derzeit keine einzelne chinesische Marke nennen, die das Unternehmen als direkte Bedrohung betrachte. Er räumte jedoch ein, dass sich dies künftig ändern könnte.

Lamborghini entschied sich für Hybride statt für ein reines Elektrofahrzeug

Winkelmanns Aussagen stehen im Einklang mit Lamborghinis jüngsten strategischen Entscheidungen. Das Unternehmen hat sein erstes vollelektrisches Serienfahrzeug auf die Zeit nach 2030 verschoben und konzentriert sich derzeit auf Plug-in-Hybride. Winkelmann zufolge unterstützen auch die Kunden diese Entscheidung.

Das bedeutet nicht, dass Lamborghini sich von der Elektrifizierung abwendet. Der Revuelto, Temerario und Urus SE nutzen alle Elektromotoren, doch Lamborghini kombiniert sie mit Verbrennungsmotoren.

Der Temerario veranschaulicht diesen Ansatz besonders gut. Sein 4,0-Liter-V8 mit Biturboaufladung arbeitet mit drei Elektromotoren zusammen und erzeugt eine Systemleistung von 677 kW. Er beschleunigt in 2,7 Sekunden von 0-100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 343 km/h, während der Verbrennungsmotor bis 10.000 U/min dreht.

Chinesische elektrische Supersportwagen bieten möglicherweise mehr Leistung und eine noch schnellere Beschleunigung aus dem Stand, doch Lamborghini setzt auf eine andere Kombination. Ein V8 oder V12, Gangwechsel, Klang und das Ansprechverhalten eines Hybridantriebs schaffen ein Erlebnis, das ein rein elektrischer Antrieb nicht eins zu eins nachbilden kann.

Chinesische Hersteller werden technologisch immer stärker

Winkelmann hob Software als eine der zentralen Stärken chinesischer Fahrzeuge hervor. Das ist ein wichtiges Zugeständnis, denn Elektronik, elektrische Antriebe und sich schnell entwickelnde Softwarearchitekturen ermöglichen es chinesischen Herstellern gerade, sich sehr rasch von Mainstream-Fahrzeugen in die Luxus- und Hochleistungssegmente vorzuarbeiten.

Lamborghinis defensiver Vorteil besteht daher nicht mehr zwingend in einer absoluten technischen Überlegenheit. Elektromotoren machen es wesentlich einfacher, außergewöhnliche Systemleistungen zu erzielen, als es ein großvolumiger Verbrennungsmotor jemals könnte.

Vorerst liegen die stärksten Vorteile der italienischen Marke in ihrer Marke, ihrem Erbe, ihrem Design und dem Fahrerlebnis. Das sind Eigenschaften, die sich nicht über Nacht mit einem einzigen rekordbrechenden Hochleistungsmodell aufbauen lassen.

Die Regeln des europäischen Supersportwagenmarkts ändern sich

Der Aufstieg chinesischer Automobilhersteller bringt Europas Supersportwagenmarken in eine neue Lage. Ferrari, Lamborghini, McLaren und Porsche können nicht länger davon ausgehen, dass die höchste Leistungsangabe oder die schnellste Beschleunigungszeit automatisch ihnen gehören wird.

Gleichzeitig ist der Kauf eines Supersportwagens, der mehrere hunderttausend Euro kostet, etwas völlig anderes als die Wahl eines gewöhnlichen Autos. Kunden kaufen nicht einfach einen 0-100-km/h-Wert; sie kaufen auch Tradition, Design, mechanisches Fahrgefühl und Exklusivität.

Deshalb ist Winkelmanns Zuversicht vorerst nachvollziehbar. Ein Denza oder Yangwang kann einen Lamborghini auf dem Papier übertreffen, doch das bedeutet nicht automatisch, dass derselbe Kunde von einem Lamborghini-Kauf Abstand nimmt.

Langfristig wird das Bild interessanter, wenn chinesische Hersteller ihre technologische Kompetenz mit einem ebenso starken Gefühl für Identität und Begehrlichkeit verbinden können. Das wird mehr als bloße Schlagzeilen-Leistungswerte darüber entscheiden, ob die heutigen rekordsetzenden elektrischen Supersportwagen zu echten Rivalen für Lamborghini werden.

Die ursprünglichen Informationen stammen aus einem am 24. August 2026 veröffentlichten Auto-Express-Interview mit Stephan Winkelmann. Lamborghinis technische Spezifikationen stammen aus offiziellen Unterlagen des Herstellers.

Chinesische Elektrofahrzeuge treiben den Leistungsmaßstab in ungeahnte Höhen

Das Thema kam auf, als Auto Express beim Goodwood Festival of Speed 2026 mit Winkelmann sprach. Denza war dort mit seinem elektrischen Supersportwagen Z vertreten, dem eine Leistung von 1.583 bhp beziehungsweise rund 1.180 kW zugeschrieben wird. Das Unternehmen strebt eine Zeit von unter zwei Sekunden für 0-100 km/h sowie eine Höchstgeschwindigkeit von rund 350 km/h an.

Das sind Werte, die selbst Lamborghinis jüngste Serienfahrzeuge in einem direkten Vergleich nicht unbedingt erreichen. Winkelmann hält jedoch nicht allein die Leistung für entscheidend. Seiner Ansicht nach hebt sich Lamborghini durch das Gesamtpaket der Fahrleistungen, den Klang des Antriebsstrangs und die Emotionen ab, die das Fahrzeug seinem Fahrer vermittelt.

Der Lamborghini-Chef sagte, er könne derzeit keine einzelne chinesische Marke nennen, die das Unternehmen als direkte Bedrohung betrachte. Er räumte jedoch ein, dass sich dies künftig ändern könnte.

Lamborghini entschied sich für Hybride statt für ein reines Elektrofahrzeug

Winkelmanns Aussagen stehen im Einklang mit Lamborghinis jüngsten strategischen Entscheidungen. Das Unternehmen hat sein erstes vollelektrisches Serienfahrzeug auf die Zeit nach 2030 verschoben und konzentriert sich derzeit auf Plug-in-Hybride. Winkelmann zufolge unterstützen auch die Kunden diese Entscheidung.

Das bedeutet nicht, dass Lamborghini sich von der Elektrifizierung abwendet. Der Revuelto, Temerario und Urus SE nutzen alle Elektromotoren, doch Lamborghini kombiniert sie mit Verbrennungsmotoren.

Der Temerario veranschaulicht diesen Ansatz besonders gut. Sein 4,0-Liter-V8 mit Biturboaufladung arbeitet mit drei Elektromotoren zusammen und erzeugt eine Systemleistung von 677 kW. Er beschleunigt in 2,7 Sekunden von 0-100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 343 km/h, während der Verbrennungsmotor bis 10.000 U/min dreht.

Chinesische elektrische Supersportwagen bieten möglicherweise mehr Leistung und eine noch schnellere Beschleunigung aus dem Stand, doch Lamborghini setzt auf eine andere Kombination. Ein V8 oder V12, Gangwechsel, Klang und das Ansprechverhalten eines Hybridantriebs schaffen ein Erlebnis, das ein rein elektrischer Antrieb nicht eins zu eins nachbilden kann.

Chinesische Hersteller werden technologisch immer stärker

Winkelmann hob Software als eine der zentralen Stärken chinesischer Fahrzeuge hervor. Das ist ein wichtiges Zugeständnis, denn Elektronik, elektrische Antriebe und sich schnell entwickelnde Softwarearchitekturen ermöglichen es chinesischen Herstellern gerade, sich sehr rasch von Mainstream-Fahrzeugen in die Luxus- und Hochleistungssegmente vorzuarbeiten.

Lamborghinis defensiver Vorteil besteht daher nicht mehr zwingend in einer absoluten technischen Überlegenheit. Elektromotoren machen es wesentlich einfacher, außergewöhnliche Systemleistungen zu erzielen, als es ein großvolumiger Verbrennungsmotor jemals könnte.

Vorerst liegen die stärksten Vorteile der italienischen Marke in ihrer Marke, ihrem Erbe, ihrem Design und dem Fahrerlebnis. Das sind Eigenschaften, die sich nicht über Nacht mit einem einzigen rekordbrechenden Hochleistungsmodell aufbauen lassen.

Die Regeln des europäischen Supersportwagenmarkts ändern sich

Der Aufstieg chinesischer Automobilhersteller bringt Europas Supersportwagenmarken in eine neue Lage. Ferrari, Lamborghini, McLaren und Porsche können nicht länger davon ausgehen, dass die höchste Leistungsangabe oder die schnellste Beschleunigungszeit automatisch ihnen gehören wird.

Gleichzeitig ist der Kauf eines Supersportwagens, der mehrere hunderttausend Euro kostet, etwas völlig anderes als die Wahl eines gewöhnlichen Autos. Kunden kaufen nicht einfach einen 0-100-km/h-Wert; sie kaufen auch Tradition, Design, mechanisches Fahrgefühl und Exklusivität.

Deshalb ist Winkelmanns Zuversicht vorerst nachvollziehbar. Ein Denza oder Yangwang kann einen Lamborghini auf dem Papier übertreffen, doch das bedeutet nicht automatisch, dass derselbe Kunde von einem Lamborghini-Kauf Abstand nimmt.

Langfristig wird das Bild interessanter, wenn chinesische Hersteller ihre technologische Kompetenz mit einem ebenso starken Gefühl für Identität und Begehrlichkeit verbinden können. Das wird mehr als bloße Schlagzeilen-Leistungswerte darüber entscheiden, ob die heutigen rekordsetzenden elektrischen Supersportwagen zu echten Rivalen für Lamborghini werden.

Die ursprünglichen Informationen stammen aus einem am 24. August 2026 veröffentlichten Auto-Express-Interview mit Stephan Winkelmann. Lamborghinis technische Spezifikationen stammen aus offiziellen Unterlagen des Herstellers.