Elektrischer Defender ins nächste Jahrzehnt verschoben
Der vollelektrische Land Rover Defender lässt länger auf sich warten als erwartet. JLR hat die nächste große Modellgeneration des Defender um mindestens zwei Jahre verschoben, und damit verschiebt sich auch die Einführung eines vollelektrischen Defender in voller Größe. Nach aktuellem Stand dürfte er erst Anfang der 2030er-Jahre erscheinen.
Der aktuelle Defender eignet sich nicht gut für eine große Batterie
Das Problem ist nicht allein die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen. Die Architektur des aktuellen Defender erschwert die Integration eines vollelektrischen Antriebsstrangs mit einer großen Traktionsbatterie.
JLR hat dies bereits zuvor eingeräumt. 2025 teilten Unternehmensvertreter Autocar mit, dass die Struktur des aktuellen Defender erhebliche Einschränkungen bei der Batterieintegration mit sich bringe. Die Achskonstruktion und die Notwendigkeit, die typische Geländegängigkeit des Defender zu erhalten, machen die Herausforderung noch schwieriger.
Bei einem elektrischen Geländewagen reicht es nicht aus, einfach eine Batterie unter dem Fahrzeugboden zu platzieren. Der Defender benötigt weiterhin eine große Bodenfreiheit, geeignete Böschungs- und Rampenwinkel, großzügige Federwege und die Fähigkeit, anspruchsvolles Gelände zu bewältigen. Gleichzeitig fügt eine große Batterie mehrere hundert Kilogramm hinzu und erfordert einen robusten Schutz sowohl gegen Crashbelastungen als auch gegen Schläge von unten.
Die Entwicklung einer Elektroversion des aktuellen Modells wäre daher eine kostspielige Übung voller Kompromisse – und könnte genau jene Eigenschaften schwächen, wegen derer Käufer sich überhaupt für einen Defender entscheiden.
Defender der nächsten Generation rutscht in die 2030er-Jahre
Laut The Times war ursprünglich etwa für 2028 oder 2029 eine umfassende Neugestaltung des Defender erwartet worden, obwohl JLR nie einen offiziellen Marktstarttermin angekündigt hatte. Das Unternehmen hat das Projekt nun um rund zwei Jahre verschoben und damit sowohl das Modell der nächsten Generation als auch die damit verbundene Elektroversion in die 2030er-Jahre verlegt.
Zu den Gründen von JLR zählt die starke Verkaufsentwicklung des aktuellen Defender. Dadurch sinkt der Druck, überstürzt ein kostspieliges Ersatzprogramm aufzulegen. Der Defender hat sich zu einer der wichtigsten und profitabelsten Modellfamilien des Unternehmens entwickelt.
Auch Geld spielt eine Rolle. JLR muss gleichzeitig in mehrere Elektrofahrzeugprogramme investieren, während Veränderungen im internationalen Handel und steigende Kosten zusätzlichen Druck erzeugen. Den Defender in voller Größe zu ersetzen, während sich das aktuelle Modell weiterhin stark verkauft, ist daher nicht die Investition, die voraussichtlich schnell eine Rendite bringt.
Kleinerer elektrischer Defender bleibt geplant
Das bedeutet nicht, dass JLR die Pläne zur Elektrifizierung des Defender-Modellnamens aufgibt. Die Entwicklung eines kleineren Modells, das inoffiziell als „Baby Defender“ bezeichnet wird, läuft weiter. Es könnte das erste vollelektrische Fahrzeug mit Defender-Logo werden.
Die Strategie ist nachvollziehbar. Ein kompakteres SUV verbraucht weniger Energie, sodass sich mit einer kleineren, leichteren Batterie eine brauchbare Reichweite erzielen lässt. Das senkt wiederum sowohl das Gewicht als auch die Produktionskosten.
Für den Defender in voller Größe ist die Gleichung wesentlich schwieriger. Wenn ein mehrtonniger Geländewagen mit Allradantrieb eine hohe Autobahnreichweite mit echter Geländegängigkeit verbinden muss, wird die benötigte Batteriekapazität schnell erheblich. Mit ihr steigen sowohl Kosten als auch Gewicht.
Die Rivalen stehen nicht still
Die Verzögerung bedeutet, dass der Defender im Segment elektrischer Luxus-Geländewagen noch einige Zeit fehlen könnte. Mercedes-Benz hat bereits eine elektrische G-Klasse auf den Markt gebracht, während die Auswahl großer Elektro-SUV weiter wächst.
JLR verfügt jedoch über einen wichtigen Vorteil. Defender-Käufer wählen das Fahrzeug nicht allein aufgrund seines Antriebsstrangs. Ein Großteil seiner Attraktivität liegt in seinem markanten Design, seiner Geländegängigkeit und seiner Markenidentität. Daher ist es nicht unbedingt der klügste Weg, eine Elektroversion so schnell wie möglich auf den Markt zu bringen.
Den aktuellen Defender auf Kosten großer Kompromisse zu elektrifizieren, könnte sich als noch größeres Risiko erweisen als abzuwarten. Wenn JLR die zusätzliche Zeit nutzt, um eine von Beginn an für elektrischen Antrieb ausgelegte Architektur zu entwickeln, könnte der Defender des nächsten Jahrzehnts eine deutlich überzeugendere Balance aus Reichweite, Gewicht und Geländegängigkeit bieten.
Eine Verzögerung um zwei Jahre bedeutet daher nicht das Ende des elektrischen Defender. Vielmehr unterstreicht sie, wie schwierig es ist, ein Fahrzeug zu elektrifizieren, von dem erwartet wird, weit mehr zu leisten als lediglich leise und zügig auf der Straße voranzukommen.
Der aktuelle Defender eignet sich nicht gut für eine große Batterie
Das Problem ist nicht allein die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen. Die Architektur des aktuellen Defender erschwert die Integration eines vollelektrischen Antriebsstrangs mit einer großen Traktionsbatterie.
JLR hat dies bereits zuvor eingeräumt. 2025 teilten Unternehmensvertreter Autocar mit, dass die Struktur des aktuellen Defender erhebliche Einschränkungen bei der Batterieintegration mit sich bringe. Die Achskonstruktion und die Notwendigkeit, die typische Geländegängigkeit des Defender zu erhalten, machen die Herausforderung noch schwieriger.
Bei einem elektrischen Geländewagen reicht es nicht aus, einfach eine Batterie unter dem Fahrzeugboden zu platzieren. Der Defender benötigt weiterhin eine große Bodenfreiheit, geeignete Böschungs- und Rampenwinkel, großzügige Federwege und die Fähigkeit, anspruchsvolles Gelände zu bewältigen. Gleichzeitig fügt eine große Batterie mehrere hundert Kilogramm hinzu und erfordert einen robusten Schutz sowohl gegen Crashbelastungen als auch gegen Schläge von unten.
Die Entwicklung einer Elektroversion des aktuellen Modells wäre daher eine kostspielige Übung voller Kompromisse – und könnte genau jene Eigenschaften schwächen, wegen derer Käufer sich überhaupt für einen Defender entscheiden.
Defender der nächsten Generation rutscht in die 2030er-Jahre
Laut The Times war ursprünglich etwa für 2028 oder 2029 eine umfassende Neugestaltung des Defender erwartet worden, obwohl JLR nie einen offiziellen Marktstarttermin angekündigt hatte. Das Unternehmen hat das Projekt nun um rund zwei Jahre verschoben und damit sowohl das Modell der nächsten Generation als auch die damit verbundene Elektroversion in die 2030er-Jahre verlegt.
Zu den Gründen von JLR zählt die starke Verkaufsentwicklung des aktuellen Defender. Dadurch sinkt der Druck, überstürzt ein kostspieliges Ersatzprogramm aufzulegen. Der Defender hat sich zu einer der wichtigsten und profitabelsten Modellfamilien des Unternehmens entwickelt.
Auch Geld spielt eine Rolle. JLR muss gleichzeitig in mehrere Elektrofahrzeugprogramme investieren, während Veränderungen im internationalen Handel und steigende Kosten zusätzlichen Druck erzeugen. Den Defender in voller Größe zu ersetzen, während sich das aktuelle Modell weiterhin stark verkauft, ist daher nicht die Investition, die voraussichtlich schnell eine Rendite bringt.
Kleinerer elektrischer Defender bleibt geplant
Das bedeutet nicht, dass JLR die Pläne zur Elektrifizierung des Defender-Modellnamens aufgibt. Die Entwicklung eines kleineren Modells, das inoffiziell als „Baby Defender“ bezeichnet wird, läuft weiter. Es könnte das erste vollelektrische Fahrzeug mit Defender-Logo werden.
Die Strategie ist nachvollziehbar. Ein kompakteres SUV verbraucht weniger Energie, sodass sich mit einer kleineren, leichteren Batterie eine brauchbare Reichweite erzielen lässt. Das senkt wiederum sowohl das Gewicht als auch die Produktionskosten.
Für den Defender in voller Größe ist die Gleichung wesentlich schwieriger. Wenn ein mehrtonniger Geländewagen mit Allradantrieb eine hohe Autobahnreichweite mit echter Geländegängigkeit verbinden muss, wird die benötigte Batteriekapazität schnell erheblich. Mit ihr steigen sowohl Kosten als auch Gewicht.
Die Rivalen stehen nicht still
Die Verzögerung bedeutet, dass der Defender im Segment elektrischer Luxus-Geländewagen noch einige Zeit fehlen könnte. Mercedes-Benz hat bereits eine elektrische G-Klasse auf den Markt gebracht, während die Auswahl großer Elektro-SUV weiter wächst.
JLR verfügt jedoch über einen wichtigen Vorteil. Defender-Käufer wählen das Fahrzeug nicht allein aufgrund seines Antriebsstrangs. Ein Großteil seiner Attraktivität liegt in seinem markanten Design, seiner Geländegängigkeit und seiner Markenidentität. Daher ist es nicht unbedingt der klügste Weg, eine Elektroversion so schnell wie möglich auf den Markt zu bringen.
Den aktuellen Defender auf Kosten großer Kompromisse zu elektrifizieren, könnte sich als noch größeres Risiko erweisen als abzuwarten. Wenn JLR die zusätzliche Zeit nutzt, um eine von Beginn an für elektrischen Antrieb ausgelegte Architektur zu entwickeln, könnte der Defender des nächsten Jahrzehnts eine deutlich überzeugendere Balance aus Reichweite, Gewicht und Geländegängigkeit bieten.
Eine Verzögerung um zwei Jahre bedeutet daher nicht das Ende des elektrischen Defender. Vielmehr unterstreicht sie, wie schwierig es ist, ein Fahrzeug zu elektrifizieren, von dem erwartet wird, weit mehr zu leisten als lediglich leise und zügig auf der Straße voranzukommen.