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Nissan bringt e-Power endlich in die USA: Der neue Rogue tankt Benzin, doch nur Elektromotoren treiben die Räder an

Autor auto.pub | Veröffentlicht am: 23.09.2026

Nissan bringt den neuen Rogue Hybrid auf den US-Markt – mit einer entscheidenden technischen Besonderheit: Der Benzinmotor treibt die Räder nicht direkt an. Der 1,5-Liter-Turbomotor erzeugt Strom, während zwei Elektromotoren für den Vortrieb sorgen. Das Prinzip ist bereits aus dem Qashqai bekannt, in dem e-Power genauso funktioniert. Die USA erhalten allerdings eine leistungsstärkere Allradversion des Systems.

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Der Rogue Hybrid des Modelljahrs 2027 nutzt Nissans e-Power-System der dritten Generation und kommt Ende 2026 in den USA auf den Markt. Für Nissan ist das ein bemerkenswert wichtiger Schritt, denn Toyota RAV4 und Honda CR-V haben sich mit ihren Hybridversionen im US-SUV-Markt längst etabliert.

Der Benzinmotor wird zum Generator

e-Power unterscheidet sich von herkömmlichen Hybridsystemen dadurch, dass der Verbrennungsmotor keine mechanische Verbindung zu den Rädern hat. Der 1,5-Liter-Dreizylinder-Turbomotor arbeitet als Generator. Die elektrische Energie gelangt über die Batterie zu den Motoren, und das Fahrzeug wird stets von Elektromotoren angetrieben.

Dadurch kann der Verbrennungsmotor in einem effizienteren Betriebsbereich arbeiten, und seine Drehzahl muss nicht direkt an die Geschwindigkeit des Fahrzeugs gekoppelt sein. Der Fahrer erhält somit das unmittelbare Ansprechverhalten eines Elektroautos, ohne einen Ladestecker zu benötigen.

Der Rogue verfügt über zwei Elektromotoren und Allradantrieb. Die Gesamtsystemleistung beträgt 168 kW. Zum Vergleich: Der Elektromotor des frontgetriebenen europäischen Qashqai der dritten Modellgeneration mit e-Power-Antrieb leistet 151 kW.

Damit ist der Rogue nicht einfach nur ein größerer Qashqai. Nissan hat dasselbe technische Konzept an ein schwereres US-SUV angepasst und einen zweiten Elektromotor ergänzt.

Etwa 5,9 l/100 km im Stadtverkehr

Nissan nennt für den Rogue Hybrid einen EPA-Wert von 40 mpg im Stadtverkehr, was in europäischen Einheiten etwa 5,9 l/100 km entspricht. Auf dem Highway sind es 36 mpg oder rund 6,5 l/100 km, kombiniert 38 mpg beziehungsweise etwa 6,2 l/100 km.

In der Welt der Hybridfahrzeuge sind diese Werte nicht revolutionär. Toyota und Honda haben bereits gezeigt, dass ein Benzin-SUV mit einem Verbrauch von rund sechs Litern je 100 Kilometer kein technisches Wunderwerk ist.

Das Hauptargument für e-Power ist eher das Fahrgefühl. Da ausschließlich Elektromotoren die Räder antreiben und es kein herkömmliches Getriebe gibt, dürfte der Rogue auf Gaspedalbefehle eher wie ein Elektroauto als wie ein konventioneller Hybrid reagieren.

Europa erhielt die Technik früher

Nissan vermarktet e-Power in den USA als neue Hybridlösung, obwohl die Technik in Japan bereits 2016 in Serie ging. Nach Angaben von Nissan wurden weltweit fast zwei Millionen Fahrzeuge mit den ersten beiden Generationen von e-Power verkauft.

In Europa kam e-Power 2022 im Qashqai auf den Markt, 2025 folgte dort das System der dritten Generation. Die neuere Lösung vereint fünf zentrale Antriebskomponenten in einem einzigen Modul und nutzt einen speziell für die Stromerzeugung entwickelten Verbrennungsmotor.

Der Rogue für die USA zeigt nun, dass Nissan e-Power globaler aufstellen will als bisher. Der Zeitpunkt hätte früher liegen können: Toyota RAV4 Hybrid und Honda CR-V Hybrid müssen amerikanischen Käufern längst nicht mehr erklären, warum ein Hybrid eine gute Idee sein könnte.

Nissans Trumpf ist eine andere technische Lösung. Der Rogue Hybrid ist weder ein Plug-in-Hybrid noch ein herkömmlicher Parallelhybrid, sondern im Wesentlichen ein Elektroauto, das mithilfe von Benzin Strom erzeugt. Das klingt komplizierter, als es tatsächlich ist – und zumindest am Steuer dürfte es sich genau gegenteilig anfühlen.